![]() |
TUM School of Natural Sciences |
![]() |
Ludwig Eduard Boltzmann (1844 -1906)

österreichischer Physiker und Mathematiker
Ludwig Eduard Boltzmann wurde am 20. Februar 1844 in Wien geboren.
Seine Jugend verbrachte er größtenteils in Wels und Linz. Nachdem Ludwig Boltzmann 1863 am Linzer Gymnasium maturiert hatte begann er ein Studium der Physik und Mathematik an der Universität Wien. Dort wurde er 1866 promoviert und erhielt 1867 eine Assistentenstelle am Physikalischen Institut. Noch im gleichen Jahr konnte er sich habilitieren und wurde so im Jahre 1868 Privatdozent für mathematische Physik. Bereits im folgenden Jahr erhielt er einen Ruf an die Universität Graz. Stets um internationale wissenschaftliche Kontakte bemüht reiste er im Sommersemester 1870 zu Wilhelm Bunsen und Gustav Kirchhoff nach Heidelberg und arbeitete 1871/72 für einige Monate am Laboratorium von Hermann von Helmholtz in Berlin. Hier begann er mit der experimentellen Bestimmung der Dieelektrizitätskonstanten von Isolatoren, die eine der ersten experimentellen Bestätigung von James Maxwells elektromagnetischer Lichtwellentheorie darstellten. Ihm gelang es, unter Heranziehung statistischer Rechenverfahren einen grundlegenden Zusammenhang zwischen der thermodynamischen Entropie S und der Wahrscheinlichkeit W der je- weiligen molekularen Bewegungszustände in einem gasförmigen Stoffsystem zu finden (S = k ln W), wobei die Naturkonstante k die sogenannte Boltzmann-Konstante ist. Von 1873 an wirkte er als Ordinarius für Mathematik an der Universität Wien, kehrte aber 1876 als Direktor des Physikalischen Institus nach Graz zurück. 1890 verließ Boltzmann Graz und und lehrte theoretische Physik an der Ludwig Maximilian Universität in München, bis er 1894 wieder an die Universität Wien zurückkehrte. Hier blieb er bis auf eine kurze Unterbrechung (1900 bis 1902 in Leipzig) und übernahm ab 1903 auch die Vorlesung in Naturphilosophie, welche vorher Ernst Mach gehalten hatte.
Am 5. September 1906 setzte er während eines Sommeraufenthaltes in Duino bei Triest seinem Leben durch Freitod ein vorzeitiges Ende.
Haftungsausschluss Datenschutz
Copyright © 2011 Josef Kressierer

