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Gustav Robert Kirchhoff (1824 - 1887)

deutscher Physiker
Gustav Kirchhoff wurde am 12. März 1824 in Königsberg geboren. Er besuchte das dortige Kneiphofsche Gymnasium und legte 1842 sein Abizur ab. Im gleichen Jahr begann er noch ein Mthematik- und Physikstudium am gleichen Ort. 1847 wurde er in Königsberg mit einer Arbeit, über die später nach ihm benannten Stromverzweigungsgesetze (Kirchhoffsche Regeln) promoviert. Ein Forschungsstipendium führte in zu Gustav Magnus nach Berlin, wo er sich 1848 habilitieren konnte. Schon im Jahre 1850 bekam er ein Extraordinariat am Lehrstuhl für Experimentalphysik in Breslau. Hier lernte er Robert Bunsen kennen, der sein physikalisches Arbeitsgebiet wesentlich beeinflusste. Bunsen, der 1852 nach Heidelberg gegangen war setzte sich für Kirchhoff ein, so dass dieser 1854 ebenfalls nach Heidelberg berufen wurde. Hier lehrte er Experimentalphysik und mathematische Physik. Seine in den Jahren 1857 bis 1863, zum Teil mit Bunsen veröffentlichten Arbeiten über Wärmestrahlung und Spektralanalyse zeugen von der Fruchtbarkeit der Zusammenarbeit. Aus dieser Zeit stammen die nach ihm benannten Bunsen-Kirchhoffsche-Spektralanalyse und die Kirchhoffschen Strahlungsgesetze, die Begriffe Schwarzer Strahler und Schwarzer Körper (siehe auch Versuche 4063 und 4065). Aufgrund eines Sturzes im Jahre 1868 war er auf den Rollstuhl angewiesen und musste seine Vorlesungen in Experimentalphysik aufgeben.1875 nahm er einen Ruf auf den Lehrstuhl für mathematische Physik in Berlin an. Hier lehrte er bis 1886. Der Nachfolger des Lehrstuhls wurde 1889 Max Planck.
Gustav Robert Kirchhoff verstarb am 17. Oktober 1887 in Berlin
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