TUM-Logo

TUM School of Natural Sciences
Vorlesungsbetrieb Experimentalphysik

PH-Logo

Heinrich Gustav Magnus (1802 - 1870)

deutscher Physiker und Chemiker

Heinrich Gustav Magnus wurde am 2. Mai 1802 in Berlin geboren. Er studierte ab 1822 Chemie an der Universität Berlin wo er mit einer Dissertation über das Tellur promoviert wurde. Anschließend ging er zur Fortsetzung seiner Studien nach Stockholm in das kleine Laboratorium des Berzelius. Nach einem kurzen Aufenthalt in Paris kehrte er 1829 endgültig nach Berlin zurück und lehrte er an mehreren technischen Bildungseinrichtungen. Er habilitierte 1831 in Chemie und Technologie. Ab 1833 hielt er abwechselnd Vorlesungen über Technologie und Physik. Erstmals bewilligte das Ministerium einen festen Etat für seine zugehörigen Demonstrationsversuche, so dass er eine Lehrmittelsammlung aufbauen konnte.1834 wurde er zum außerordentlichen und 1845 ordentlichen Professor an die Universität berufen. Ab 1843 hielt er in seinem Haus physikalische Kollogien ab, bei dem neuere Arbeiten diskutiert wurden. Aufgrund der steifen Umgangsformen im Hause von Magnus gründeten jüngeren Teilnehmer dieser Kollogien die physikalische Gesellschaft. Von 1861 bis 1862 war er Rektor der Universität Berlin. Ab 1863 bot Magnus seinen Studenten im eigenen Haus ein Laboratorium für ihre Studien. Trotz staatlicher Zuschüsse hatte es privaten Charakter und wurde nicht im amtlichen Universitätsverzeichnis geführt. In seinen mehr als 80 Veröffentlichungen befasste sich Magnus mit den verschiedensten Gebieten aus Chemie und Physik. Das Gebiet der Wärmeerscheinungen bildete einen Schwerpunkt seiner Forschungen. In seiner Veröffentlichung "Über die Abweichung der Geschosse (1852)" begründete er den nach ihm benannten Magnus-Effekt.

Er verstarb am 4. April 1870 in Berlin. Sein Ehrengrab ist im Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden, Mitte, Chausseestraße 126

Haftungsausschluss     Datenschutz

Copyright © 2011 Josef Kressierer