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TUM School of Natural Sciences
Vorlesungsbetrieb Experimentalphysik

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Ernst Mach (1838 - 1916)

österreichischer Physiker

Ernst Mach wurde am 18. Februar 1838 in Chirlitz-Thuras bei Brünn geboren. Mach wuchs auf dem Gut seiner Eltern in Untersiebenbrunn bei Wien auf, wo er bis zum Alter von 10 Jahren ausschließlich von seinen Eltern geschult wurde. 1848 trat er für ein Jahr in das Benediktinergymnasium in Seitenstetten ein. Anschließend bildete ihn wieder sein Vater weiter aus und er amchte eine Lehre als Kunsttischler. 1853 wurede er nach einer Aufnahmeprüfung in die 6. Klasse des Piaristen-Gymnasiums in Kremsier aufgenommen, wo er zwei Jahre später die Matura erhalten sollte. 1855 ging er nach Wien und studierte Philosophie, Mathematik und Physik. 1860 wurde er promoviert und war zunächst als Privatdozent ohne Gehalt an der Universität Wien tätig. Hier brachte er 1861 den experimentellen Nachweis des akkustischen Doppler-Effektes (siehe Versuch 1760). Ohne Aussicht auf eine Professur an dieser Universität folgte er 1864 einem Ruf an den Lehrstuhl für Mathematik der Universität Prag. Im folgenden Jahr entdeckte er im Bereich der Sinnesphysiologie die nach ihm benannten Mach-Bänder. 1866 erhielt er eine Professur für Physik und machte erste photografische Aufnahmen von Überschallgeschossen und dem von ihnen mitgeführten Verdichtungskegel (siehe Versuch 1765). 1875 konnte er das Sinnesorgan für beschleunigte Bewegungen in den Bogengängen des Innenohres lokalisieren. Nach der Teilung der Prager Universität war er 1883/84 der erste Rektor der deutschen Prager Universität. 1895 trat er in Wien eine Professur für Philosophie an, konnte aber aufgund eines Schlaganfalles welcher ihn halbseitg lähmte ab 1898 seinen Lehrverpflichtungen nicht mehr nachkommen. 1901 wurde er emeritiert.

Bis 1913 lebte Mach noch in Wien, dann zog er zu seinem Sohn nach Vaterstetten bei München, wo er am 19. Februar 1916 verstarb.

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