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TUM School of Natural Sciences
Vorlesungsbetrieb Experimentalphysik

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James Franck (1882 -1964)

amerikanischer Physiker deutscher Abstammung

James Franck wurde am 26. August 1882 in Hamburg geboren. Franck entstammte einer Hamburger Bankierfamilie. 1901 begann er ein Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in Heidelberg, ging jedoch 1902 nach Berlin, nahm ein Physikstudium auf und wurde 1906 promoviert. Im Anschluss nahm er bei Heinrich Rubens eine Assistentenstelle am dortigen physikalischen Institut an, habilitierte 1911. Im selben Jahr begannen seine gemeinsamen Forschungen mit Gustav Hertz. 1913 führten sie den Nachweis der diskreten Anregungsstufen beim Quecksilber (Franck-Hertz-Versuch, wofür sie 1925 den Nobelpreis für Physik erhielten. Im ersten Weltkrieges wurde Franck durch Gas stark geschädigt und kam 1917 schwerkrank nach Berlin zurück. Er bekam eine außerordentliche Professur am dortigen Kaiser-Wihelm-Institut. 1920 erhielt er den Lehrstuhl für Experimentalphysik an der Universität Göttingen. 1933 legte Franck Aufgrund der Machtergreifung der Nationalsozialisten und der damit verbundenen Entlassungen vieler jüdischer Kollegen legte er seine Professur nieder. Er verlegte seinen Wohnsitz nach Stationen in Baltimore (1933/34 und 35/38) und Kopenhagen (1934/35)nach Chicago, wo er 1938 eine Professur für Physikalische Chemie erhielt. Während seiner dortigen Tätigkeit bis 1947 erforschte er die Mechanismen der Photosynthese. In der Zeit des Zweiten Weltkriegs leitete er ein Labor, in dem die Trennungsverfahren zur Gewinnung von Plutonium entwickelt wurden. Im Juni 1945 verfasste Franck zusammen mit anderen am "Manhattan-Projekt" beteiligten Wissenschaftlern den "Franck-Report", mit dem der Abwurf der Atombomben über Japan verhindert werden sollte. Franck war Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Akademien und Gesellschaften, von denen er vielfach ausgezeichnet wurde; so erhielt er 1951 die Planck- Medaille und 1955 die Rumford-Medaille. 1953 wurde er Ehrenbürger der Stadt Göttingen und 1958 erfolgte die Aufnahme in die deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina.

Er verstarb am 21.Mai 1964 in Göttingen

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