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Optische Fouriertransformation
Kurzbeschreibung
Bei der optischen Abbildung tritt in der bildseitigen
Brennebene der Abbildungslinse eine Strahlungsverteilung
auf, die sich als Fouriertransformierte des Gegenstandes
deuten läßt. So entsteht zum Beispiel bei der Abbildung
eines Kreuzgitters in der Brennebene der Abbildungsoptik
ein Punktgitter, wobei die Gitterpunkte um so weiter
voneinander entfernt sind, je enger die Linien des
Originals angeordnet sind. Ganz allgemein sind die
Strukturen in der Brennebene um so feiner, je gröber die
Originalstruktur ist und umgekehrt. Regelmäßige
Beugungsstrukturen entstehen nur, wenn auch das Original
eine regelmäßige Struktur aufweist.
Der Versuch besteht darin, das Beugungsbild in der
Brennebene durch Blenden zu verändern und die Auswirkung
auf das Bild zu zeigen. Wir verwenden hierfür ein Dia
des Andromedanebels. Er bildet die Grobstruktur des
Bildes, während die sehr scharfen Licht- punkte
vorgelagerter Einzelsterne aus der Milchstraße die
Feinstruktur liefern. Setzt man in den Brennpunkt der
Abbildungslinse eine Lochblende, so schwächt man die
Feinstruktur, ein entsprechendes Scheibchen hingegen schwächt
die Grobstruktur. Eine spezielle Vorrichtung läßt einen
schnellen Wechsel der beiden Blenden zu. Ein weiteres Dia
zeigt ein Porträt, das aus einer Zeitschrift abkopiert
wurde. In der Brennebene sind deutlich die Beugungspunkte
des Druckrasters zu erkennen. Blendet man sie aus ,so
wird die Zeichnung weicher.
Alle Abbildungen müssen natürlich mit
monochromatischem Licht gemacht werden. Am besten eignet
sich der He-Ne-Laser mit Aufweitoptik. Die Bilder werden
von der Leinwand (Karton) mit der Fernsehkamera
abgenommen.
Betriebsanleitungen: Laser, Elektrogeräte
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Copyright © 2011 Josef Kressierer

