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TUM School of Natural Sciences
Vorlesungsbetrieb Experimentalphysik

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Alessandro Giuseppe Antonio Anastasio Volta (1745-1827)

italienischer Naturwissenschaftler

Volta wurde am 18. Februar 1745 in Como geboren. Volta besuchte die städtische Jesuitenschule in Como. Er studierte zunächst Philosophie und dann Naturwissenschaften. Schon als Schüler trat er mit Physikern in Briefwechsel und veröffentlichte 1769 und 1771 seine ersten wissenschaftlichen Arbeiten. Volta forschte hauptsächlich in der Elektrizitätslehre. 1774 wurde er Physiklehrer am Gymnasium in Como. Im darauf folgenden Jahr erfand er den Elektrophor, eine Metallplatte mit isoliertem Griff, die in der Lage war, die von einem negativ geladenen Gegenstand an der Plattenunterseite erzeugte positive Ladung zu speichern. 1779 wurde er zum Professor für Physik an die Universität Pavia berufen, wo für ihn und seine Instrumente ein neuer Vorlesungssaal, die Aula Voltiana, gebaut wurde. Im Jahre 1791 wurde Volta in die Londoner Royal Scociety aufgenommen. 1792 hörte er von den Froschschenkelexperimenten des Luigi Aloisio Galvani (1737-1798) und fand hier sein künftiges Arbeitsgebiet. Schon in seinen ersten Publikationen 1792 beseitigte Volta unrichtige Vorstellungen Galvanis und gab klare Bedingungen für das Zustandekommen einer galvanischen Aktion an. So entbrannte ein heftiger Streit zwischen den beiden, der erst nach Galvanis Tod beendet wurde. Um 1794 entwickelte Volta den Vorläufer der Batterie. Zwischen jeweils zwei ungleichartigen Metallplättchen ( Kupfer- und Zink) wurde eine in Salzwasser getränkte Pappdeckelscheibe gelegt. Voltas Säulen aus Metall- und Pappdeckelscheiben erhielten später den Namen “Voltasche Säulen” und stellten die ersten brauchbaren Stromquellen dar. Als Anerkennung dafür und seinen weiteren Leistungen auf dem Gebiet der Elektrizität ernannte ihn Napoleon 1810 zum Grafen. Die elektrische Spannung wurde ihm zu Ehren Volt benannt.

Alessandro Volta verstarb am 5. März 1827 in seiner Geburtsstadt Como.

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