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Sir Joseph John Thomson (1856 - 1940)

englischer Mathematiker und Physiker
Joseph Thomson wurde am 18. Dezember 1856 in Cheetham Hill (gehört heute zu Manchester) geboren. Joseph Thomson besuchte ab 1870 das Owens College der Universität von Manchaster. Nach einem anfänglichem Ingenieurstudium begann er jedoch ab 1872 Mathematik und Physik zu studieren. 1884 wurde er Professor für Experimentalphysik in Camebridge und Direktor des dortigen Cavendish. Thomson wies 1896/97 die elektrische Leitfähigkeit von Gasen in evakuierten Gefäßen unter Röntgenbestrahlung nach und konnte 1897 zeigen, dass der Fehler bei den Experimenten von Heinrich Hertz am ungenügenden Vakuum lag. Zusammen mit William Thomson (später Lord Kelvin) entwickelte er 1898 im Thomsonschen Atommodell eine Vorstufe zum Atommodell von Ernest Rutherford (später Lord of Nelson) und Niels Bohr. 1899 entdeckte Joseph Thomson unabhängig von Philipp Lenard, dass auch beim Photo- und beim glühelektrischen Effekt Elektronen emmitiert werden. 1906 erhielt er für seine Arbeiten über den Durchgang der Elektrizität durch Gase den Nobelpreis für Physik. 1907 gelang es ihm durch Ablenkung von Kanalstrahlen im elektrischen Feld Parabeln zu erhalten, von denen jede einer der verschiedenen vorhandenen Atom- und Molekülarten entsprach. Seinem Schüler Charles Wilson (1869-1945) gab er den Anstoß zur Entwicklung der Nebelkammer. Zusammen mit Francis Aston (1879-1945) wies er 1913 mit dem Massenspektrographen beim Element Neon nach, dass auch nichtradioaktive Elemente Isotope haben.
Joseph John Thomson verstarb am 30. August 1940 in Camebridge.
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