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TUM School of Natural Sciences
Vorlesungsbetrieb Experimentalphysik

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Simon Denis Poisson (1781- 1840)

französischer Physiker und Mathematiker

Poisson, Siméon Denis wurde am 21.6.1781 in Pithiviers (Loiret) geboren, und starb am 25.4.1840 in Paris. Da Poisson nach dem Willen seines Vaters Arzt werden sollte wurde er nach der väterlichen Ausbildung zu seinem Onkel geschickt. Dieser sollte ihm die Kunst der Medizin näher bringen. Als er erstmals eigenständig an einen Patienten behandeln durfte verstarb dieser kurze Zeit später. Obwohl alle ihm versicherten, dass dies nicht sein Fehler gewesen sei wollte er nichts mehr mit diesem Beruf zu tun haben. So ging er von 1798-1800 als Schüler zur École Polytechnique nach Paris. 1802 übernahm er die Nachfolge Fouriers. Ab 1806 war er Professor der Analysis und Mechanik. 1808 wurde er Mitglied der Société d'Arcueil und ab 1812 des Institut de France. Poisson arbeitete auf fast allen Gebieten der Physik (Gravitation, Elektro- und Magnetostatik, Wärmelehre, Astronomie) und außerdem in der Wahrscheinlichkeitstheorie. Davon zeugen die vielen nach ihm benannten Begriffe: Poisson-Konstante, -Gleichung, -Gesetz, -Klammern, -Verteilung. Er schrieb etwa 300-400 Abhandlungen. Sein Buch "Traité de mécanique" (1811) war über viele Jahre Pflichtlektüre für Studierende der Physik Poisson war Schüler von Lagrange und Laplace. Nach dem Tod von Laplace (1827) fühlte er sich als sein Nachfolger, übernahm aber auch dessen Unbeliebtheit bei seinen Kollegen. Aus diesem Grund wurde und wird im Ausland wohl mehr geschätzt als in Frankreich. Dort sprachen ihm manche jede Originalität ab. Sicherlich hatte er aber große Verdienste bei der Mathematisierung der Physik. Er besaß eine große Fähigkeit im Formalen. Green, Hamilton und Jacoby ließen sich von seinen Arbeiten inspirieren.

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