![]() |
TUM School of Natural Sciences |
![]() |
Albert Abraham Michelson (1852 - 1931)

deutscher Physiker
Albert Abraham Michelson wurde am 19. Dezember 1852 in Strelno (ehemals Deutschland jetzt Polen) geboren. Seine Eltern emigrierten, als ihr Sohn 4 Jahre alt war an die Westküste Nordamerikas. Nach dem Besuch der Grundschule in Virginia City wurde Michelson für den Rest seiner Schulzeit nach San Franzisko zu Verwandten geschickt. Er erhielt ein Stipendium an der US Navel Academy in Annapolis. Nach Abschluss seines Studiums fuhr Michelson zunächst ein Jahr auf See bevor er als Ausbilder für physikalische Wissenschaften an der Navel Academy angestellt wurde. Durch die Schriften von Leon Foucault und Armand Fizeau angeregt befasste er sich mit der Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit und verbesserte das Ergebnis auf 299910 +/- 50 km /s. Für die Jahre 1880 -1882 erhielt Michelson von der Navel Academy die Erlaubnis für weiterführende Studien in Europa. So arbeitete er bei Helmholtz in Berlin, wo er das nach ihm benannte Michelson-Interferometer entwickelte. Varianten dieses Instrumentes wurden an verschiedenen Orten entwickelt. Zu den bekanntesten gehört das Fabry-Perot-Etalonvon Fabry und Perot 1896 entwickelt. Danach ging Michelson zu Quinke nach Heidelberg ehe er seine Reise in Paris abschloss. 1882 übernahm er eine Professur für Physik an der neugegründeten Case School for Applied Sciences in Cleveland, Ohio. Dort verbesserte er die Messung der Lichtgeschwindigkeit erneut und kam auf einen Wert von 299854 +/-60 km/s. Dieser Wert wurde für 45 Jahre als Standard für die Lichtgeschwindigkeit erklärt. Nach umfangreichen Voruntersuchungen zur Feinstruktur von Spektrallinien wählte Michelson 1887 die rote Cadmiumlinie zur Bestimmung des Meters. So ergab das 1553163,5 fache der Wellenlänge einen Meter. Dieser Wert blieb bis 1960 gültig.1889 wechselte er an die Clark University in Worchester, Massachusettes. 1893 wurde er Direktor der University of Chicago. 1907 erhielt er neben dem Nobelpreis für Physik auch die Copley-Medaille von der Royal Society. Ab den 20er Jahren verbrachte Michelson zunemend mehr Zeit in Kalifornien auf Mt. Wilson als wissenschaftlicher Gast von George Ellery Hale. Hier verbesserte er durch einen Lichtsignalaustausch zwischen dem Mt. Wilson und dem 35km entfernt liegenden Mt. Antonio den Wert der Lichtgeschwindigkeit noch einmal auf 299796 +/- 4km/s. Dieser Wert liegt nur 4m/s über dem heute akzeptierten. Michelson, der schon 1925 von seinen administrativen Pflichten von der University of Chicago entbunden wurde, zog im Alter von 77 Jahren endgültig nach Pasadena. Dort verstarb er am 9. Mai 1931 an einem Gehirntumor.
Haftungsausschluss Datenschutz
Copyright © 2011 Josef Kressierer

