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Johannes Wilhelm Geiger (1882 - 1945)

deutscher Physiker
Johannes Wilhelm Geiger wurde am 30. September 1882 in Neustadt an der Weinstraße geboren. 1902 nahm Geiger in Erlangen das Studium der Mathematik und Physik auf, trat 1904 in das Institut von Eilhard Wiedemann ein und promovierte hier 1906 mit einer Arbeit über "Strahlungs-, Temperatur- und Potentialmessungen in Entladungsröhren mit starken Strömen". Von 1906 bis 1912 arbeitete er bei Ernest Rutherford in Manchester und entwickelte dort 1908 ein Gerät zum Nachweis von Alphateilchen.1912 wurde Geiger Laboratoriumsleiter an der Physikalisch - Technischen Reichsanstalt in Berlin-Charlottenburg (seit 1950: Physikalisch-Technische Bundesanstalt mit Hauptsitz in Braunschweig). 1925 erhielt er einen Ruf als Professor für Physik an die Christian-Albrechts-Universität in Kiel. Dort entwickelte er 1928 mit seinem Schüler Walther Müller das nach Ihnen benannte Geiger-Müller-Zählrohr. Mit ihm lassen sich verschiedene Arten ionisierender Strahlung, wie z. B. Betateilchen und Gammastrahlen, messen. 1929 nahm Geiger eine Stelle an der Universität Tübingen an. Dort beobachtete er zum ersten mal einen kosmischen Strahlenschauer. Er führte seine Untersuchungen an kosmischen Strahlen, künstlicher Radioaktivität und Kernspaltungen fort, nachdem er 1936 als Direktor des Physikalischen Instituts den Lehrstuhl für Experimentalphysik an der Technischen Hochschule in Berlin-Charlottenburg übernahm, den er bis zu seinem Tod inne hatte.
Er verstarb am 24. September 1945 in Potsdam.
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