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Vorlesungsbetrieb Experimentalphysik

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Rudolf Julius Emanuel Clausius (1822 - 1888)

deutscher Physiker

Rudolf Clausius wurde am 2. Januar 1822 in Köslin (heute Koszalin, Polen) geboren. Clausius, das sechste unter achtzehn Kindern, studierte von 1840 bis 1844 an der Universität Berlin Physik, Mathematik und Geschichte. Er zählte zu den zehn ersten Mitgliedern der von Magnus privat durchgeführten Kolloqiua, aus denen 1845 die Physikalische Gesellschaft wurde. Ab Herbst 1844 war er als Lehrer am FriedrichWerderschen Gymnasium in Berlin tätig. Er befasste sich mit Fragen der Lichtstreuung in der Atmosphäre, worüber er 1848 promoviert wurde. 1850 wechselte er als Physikdozent an die Artillerie- und Ingenieurschule. Gleichzeitig war er Privatdozent an der Universität Berlin, wo er sich habilitieren konnte. 1855 erhielt er einen Ruf der ETH Zürich für technische und mathematische Physik.1857 erschien seine Arbeit über die kinet. Gastheorie, in der die idealen Gasgesetze und der Avogadrosche Satz auf atomistischer Basis begründet wurden. 1858 führte er den Begriff der mittleren freien Weglänge, des mittleren Impulses und der mittleren Energie ein. 1865 entwickelte er den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik und schuf den Begriff der Entropie, als Zustandsfunktion deren Gesamtwert in einem abgeschlossenen Raum nie abnimmt. 1867 wechselte er nach Würzburg und 1869 schließlich nach Bonn, wo Heinrich Rudolf Hertz sein Nachfolger wurde.

Rudolf Clausius verstarb am 24. August 1888 in Bonn.

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