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Ernst Carl Abbe (1840 - 1905)

deutscher Physiker
Ernst Carl Abbe wurde am 23. Januar 1840 in Eisenach geboren.
Er besuchte die Volkshochschule in Eisenach, in der er sich durch überdurchschnittliche Leistungen hervortat. Gegen Ende des 4. Schuljahres wurde er von seinen Lehrern für eine höhere Schulbildung am Realgymnasium empfohlen, an dem die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer und die neuen Sprachen, also Englisch und Französisch, verstärkt unterrichtet wurden. Aufgrund hervorragender Leistungen konnte Abee diese Schule bereits nach 7 statt 8 Jahren verlassen. Am 21. April 1857 begann er an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena ein Mathematik- und Physikstudium. Abbe studierte 4 Semester in Jena und hörte außer Mathematik und Physik auch Vorlesungen über Botanik, Kristallographie, Pädagogik, Psychologie, Philosophie und neueste Geschichte. Im Frühjahr 1859 wechselte Ernst Abbe nach Göttingen, wo er bis 1859 weiterstudierte. Er promovierte am 23. März 1861. Nach einer Anstellung als Dozent am Physikalischen Verein in Frankfurt am Main zog Abbe nach Jena. Hier arbeitete er an seiner Habilitationsschrift und konnte sich in den Lehrgebieten Mathematik und Physik habilitieren. Er wurde daraufhin Privatdozent an der Großherzoglichen und Herzoglich-Sächsischen Gesamtuniversität Jena. Am 5. Mai 1870 wurde Abbe zum außerordentlichen Professor und am 25. Juli 1878 zum außerordentlichen Honorarprofessor ernannt. In dieser Zeit erfand er eine Reihe optischer Geräte und arbeitete mit Carl Zeiss zusammen, der ihn 1875 zum Teilhaber seiner optischen Werkstätten machte. Mit ihm entwickelte er die Grundlage für die Herstellung von Linsen. 1878 erhielt er einen ehrenvollen Ruf des großen Helmholtz als Professor für Optik, konnte ihn aufgrund der starken Bindung zu Zeiss jedoch nicht annehmen.1882 baute er zusammen mit Carl Zeiss und Otto Schott die Jenaer Glaswerk Schott und Gen.auf. Nach Zeiss Tod im Jahre 1889 zum Alleininhaber der Firma geworden, führte er Mitbestimmung, Achtstundentag, Gewinnbeteiligung, bezahlten Urlaub und fortlaufendes Einkommen für sechs Monate nach erfolgter Kündigung ein. Schließlich gründete er die Carl-Zeiss-Stiftung, der er 1891 die Firma und Teile seines persönlichen Vermögens übergab und der er bis 1893 vorstand.
Der Physiker, Industrielle und Sozialreformer starb am 14. Januar 1905 in Jena.
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