![]() |
TUM School of Natural Sciences |
![]() |
Brechung und Totalreflexion an Plexiglas / Luft
Kurzbeschreibung
Zunächst wird das einfallende Licht beim Eintritt in die plankonvexe Linse
aus Glas aufgrund des Snelliusschen Brechungsgesetzes zum Einfallslot
hin gebrochen. Nach dem Durchlaufen der Linse tritt das Licht jedoch aus
einem optischen dichteren Medium mit Brechungsindex n1 in ein
optisches dünneres Medium, z.B. Luft, mit Brechungsindex n2über.
Seine Richtungsänderung folgt dem Snelliusschen Brechungsgesetz
n1 sin α = n2 sin β
,wobei a der Einfallswinkel auf die planare Oberfläche im Medium mit
Brechungsindex n1 ist, und ß der Ausfallswinkel im Medium
mit Brechungsindex n2 ist. Die Winkel werden zur Normalen auf
die planare Grenzfläche gemessen.
Der Lichtstrahl tritt also unter dem Winkel β aus; aufgrund der Brechungsindizes
ist dabei β größer als α. Der Strahl wird also beim
Übertritt von einem optisch dichteren in ein optisch dünneres
Medium von der Normalen weggebrochen.
Kritischer Winkel, Totalreflexion
Je größer der Einfallswinkel desto größer auch der
Ausfallswinkel; dies folgt aus dem Snelliusschen Brechungsgesetz. Falls
n1 > n2, wie etwa beim Übergang von einer
plankonvexen Linse aus Glas zu Luft, so existiert ein kritischer Winkel
am, für den der zugehörige Ausfallswinkel β = 90° beträgt.
Das bedeutet, dass der gebrochene Strahl gerade entlang der Grenzfläche
zwischen den beiden Medien verläuft.
Ist der Einfallswinkel α größer als dieser kritische Winkel
so tritt kein Licht mehr aus dem dichteren Medium aus; die gesamte Lichtenergie
wird reflektiert. Dies nennt man Totalreflexion. Mit diesem Prinzip lässt
sich Licht einfangen und weiterleiten; beispielsweise wird dieses Prinzip
bei Glasfaserkabeln genutzt
Betriebsanleitungen: Laser, Elektrogeräte
Haftungsausschluss Datenschutz
Copyright © 2011 Josef Kressierer

