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Messung der Lichtgeschwindigkeit mittels Phasenverschiebung
Kurzbeschreibung
Eine Sendediode wird mit hochfrequenter
Wechselspannung (50MHz, Periodendauer 2x10-8s)
gespeist, so dass das emittierte Licht periodisch
intensitätsmoduliert ist. Das Licht, das nach
Durchlaufen einer gewissen Wegstrecke auf die Empfängerdiode
(Fotodiode) trifft, erzeugt an dieser eine
Wechselspannung mit der gleichen Frequenz, jedoch
unterschiedlicher Phasenlage. Misst man nun den Lichtweg,
für den die Phasenverschiebung Null ist, und einen
zweiten Lichtweg, für den sich die Phasenlage um 180°
verschoben hat, so kann die Laufzeitdifferenz berechnet
werden.
Δ t= 1/2 x 1/f = 10-8s (für f= 50MHz).
Mit der Differenz Δ l beider Lichtwege ergibt sich für
die Lichtgeschwindigkeit
c=Δ l/Δ t
Ein sehr empfindlicher Phasenvergleich ist mit Hilfe
eines Oszilloskops möglich. Legt man die beiden zu
vergleichenden Wechselspannungen an den X- und Y- Eingang
des Oszilloskops, so erscheint auf dem Bildschirm eine
Lissajous-Figur. Die Lage der Figur (Elypse) hängt vom
Phasenverhältnis beider Spannungen ab. Da ein
Oszilloskop für einen Phasenvergleich bei 50 MHz nicht
üblich ist, wird im Lichtgeschwindigkeitsmessgerät die
Spannungen von Sender und Empfänger (f=50,1 Mhz) zusätzlich
eine hochfrequente Spannung (f=50,05 MHz). Die
Differenzfrequenzen werden ausgefiltert und stehen dann
zum Phasenvergleich als zwei Spannungen mit einer
Frequenz von etwa 50 KHz zum Phasenvergleich bereit.
Um die Lichtgeschwindigkeit in einem Medium zu messen
steht außerdem eine Röhre von 1m Länge zur Verfügung,
welche an ihren Enden mit Glasscheiben versehen ist und
mit Wasser gefüllt werden kann.
Betriebsanweisungen: Elektrogeräte
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