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Ludwig Prandtl (1875- 1953)

deutscher Physiker
Am 04.02.1875 wurde Ludwig Prandtl in Freising geboren. Er studierte Maschinentechnik an der Technischen Hochschule München (Technische Universität München) und war dort 1898/99 Assistent am Mechanisch-Technischen Labor. Mit einer Dissertation über "Kipperscheinungen. Ein Fall von instabilem elstischem Gleichgewicht" promovierte er im Jahr 1901 zum Doktor der Philosophie. Anschließend war er als Ingenieur bei der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg tätig. Zum 01. September 1904 wurde er als außerordentlicher Professor für technische Physik an die Universität Göttingen berufen. Hier entdeckte er die Bedeutung der Grenzschicht und formulierte die Grenzschichttheorie. 1907 führte er Untersuchungen zur Überschallströmung durch und wurde ordentlicher Professor für angewandte Mechanik. 1908 wirkte er bahnbrechend mit der Einführung des Modellversuchs im Windkanal. Ab 1909 war er Leiter der Aerodynamischen Modellversuchsanstalt (AVA). Prandtl entwickelte 1910 eine Theorie der turbulenten Strömung mit der Prandtl-Zahl als Kenngröße und 1918/19 eine Tragflügeltheorie, welche bedeutende Auswirkungen auf den Flugzeugbau hatte. Überlegungen Prandtls im Sommer 1920 einem Ruf an die Technische Hochschule München zu folgen wurden durch ein Angebot der Kaiser-Wilhlem-Gesellschaft zerstreut, zusätzlich zur AVA ein Kaiser-Wilhelm-Institut für Strömungsforschung unter seiner Leitung einzurichten. Das Institut, das im Jahr 1925 eingeweiht wurde, war auf dem Gelände unmittelbar neben der AVA errichtet worden, mit der es eine Einheit bilden sollte. Aufgabe war das Grundlagenstudium der Strömungen. Prandtl war Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften und seit 1936 der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1946 blieb Prandtl Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts.
Ludwig Prandtl starb am 15. August 1953 in Göttingen
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