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Vorlesungsbetrieb Experimentalphysik

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Wolfgang Paul (1900 - 1988)

deutscher Physiker

Wolfgang Paul wurde am 13. August 1913 in Lorenzkirch bei Dresden geboren. Er wuchs in München auf und begann sein Studium an der dortigen Technischen Hochschule (heute Technische Universität München). Hier studierte er 4 Semester und ging 1934 an die TU Berlin, wo er das Physikdiplom ablegte und 1939 promovierte. Mit seinem Lehrer Hans Kopfermann ging er zunächst nach Kiel und folgte ihm 1942 weiter nach nach Göttingen und habilitierte sich dort 1944. 1952 bekam Wolfgang Paul einen Ruf nach Bonn an das dortige Physikalische Institut, den er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1981 behielt. Wolfgang Paul lieferte bedeutende Arbeiten zur Physik der Beschleuniger, Atom und Molekülstrahlen, zur Massenspektroskopie, Isotopentrennung, über Elektronenstreuung in Materie, Strahlenbiologie, Dosimetrie und zur Elektronenstrahltherapie in der Medizin. 1953 entwickelte er das Quadrupolmassenfilter (Paulsches Massenfilter) für massenspektrometrische Messungen. 1957/58 war Wolfgang Paul Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn und 1958/59 »Visiting Scientist« bei CERN (Conseil Europeen pour la Recherche Nucleaire) in Genf. 1960-62 war er Vorstandsvorsitzender der Kernforschungsanlage Jülich und 1963/64 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rates. Von 1964 bis 1967 war er bei CERN als Direktor der »Nuclear Physics Division« und 1975/77 als Vorsitzender des Sciencee Policy Committes des CERN tätig. Im folgenden Jahr übernahm er den Vorsitz der Kommission für Forschung des Planungsbeirates für die Entwicklung des Hochschulwesens des Landes Nordrhein-Westfalen. Von 1970 bis 1973 war Paul geschäftsführender Direktor des DESY in Hamburg und danach der dortige Vorsitzende des Wissenschaftlichen Rates. Ab 1979 war er zehn Jahre lang Präsident der Alexander von Humboldt Stiftung, die die internationale Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern aus der ganzen Welt fördert. Für die 1959 entwickelte Ionenfalle (Paul-Falle) erhielt er 1989 den Nobelpreis für Physik.
Prof. Wolgang Paul starb am 7. Dezember 1993 in Bonn.

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