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Vorlesungsbetrieb Experimentalphysik

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Georg Simon Ohm (1787 -1854)

deutscher Physiker

Georg Simon Ohm wurde am 16.März 1787 als Sohn eines Mechanikermeisters in Erlangen geboren. Als Sechzehnjähriger nahm er das Studium der Mathematik, Physik und Philosophie an der Erlangener Universität auf. Wegen finanzieller Schwierigkeiten musste er es jedoch nach einem Jahr abbrechen und ging als Mathematiklehrer an eine Privatschule in der Schweiz 1809 nach Erlangen zurückgekehrt erwarb er im Jahre 1811 mit seiner Arbeit über "Licht und Farben" an der dortigen Universität die Doktorwürde. Doch gab er nie seine schriftliche Doktorarbeit ab, was ihm bei seinen späteren Hochschulbewerbungen erheblich schadete. Gemeinsam mit seinem Bruder wirkte er für drei Semester als Privatdozent für Mathematik. Aufgrund des niedrigen Einkommens entschloss er sich Mathematik an Oberschulen in Bamberg und Köln, sowie ab 1926 an der Kriegsschule in Berlin zu lehren. Da er sich danach sehnte eine Universitätsstelle zu erhalten. In diesem Jahr fand er heraus, dass die Stromstärke umgekehrt proportional zur Drahtlänge und direkt proportional zum Drahtquerschnitt ist. Auf diese Weise gelang ihm eine Definition des elektrischen Widerstandes. 1827 konnte er aufzeigen, dass eine Beziehung zwischen dem Widerstand, der Spannung und der Stromstärke besteht. Dies wird heute als ohmsches Gesetz bezeichnet. Mit den Ergebnissen seiner Arbeit stieß er jedoch bei anderen Wissenschaftlern auf eine Mauer aus Kritik und wurde weitgehend ignoriert. Dies und seine schlechten materiellen Verhältnisse verbitterten Ohm. 1828 verzichtete er auf seine Stelle in Köln und gab nur noch ein paar Stunden Unterricht an der Kriegsschule Berlin. Fast sechs Jahre lebte er ohne Anstellung, bis seine Arbeit in Deutschland bekannt und gewürdigt wurde. Von 1833 bis 1849 war er Physikprofessor an der Polytechnischen Schule in Nürnberg. Im Juni 1839 ernannte ihn die Preußische Akademie der Wissenschaften zum korrespondierenden Mitglied. 1841 erhielt er die "Copley-Medaille" der Royal Society und 1842 wurde er korrespondierendes Mitglied dieser berühmten Gesellschaft. 1849 erfüllte sich endlich sein langgehegter Wunsch, als man ihn zum Physikprofessor an die Universität München berief. Er wirkte aber nur fünf Jahre an dieser Universität, bis er am 7. Juli 1854 starb. Die Einheit des elektrischen Widerstands wurde nach Ohm benannt. Er führte die heute gebräuchlichen Buchstaben U,I und R als Kürzel für die Spannung, den Strom und den Widerstand ein. Hierbei steht U für Potential Unterschied, I für Intensität und R für Rheostat. Ohm fand auch die für die Natur des Klangs wichtige Theorie der Obertöne. So definierte er den einfachen Ton als eine sinusförmige Schwingung. Das Gehör zerlegt danach in der Art eines Klanganalysators jedes Tongemisch in einfache Töne.

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