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Joseph-Louis Gay-Lussac (1778 - 1850)

französischer Physiker und Chemiker
Joseph-Louis Gay-Lussac wurde am 6. Dezember 1778 in Saint-Léonard-de-Noblat (bei Limoges) geboren. Er studierte an der École polytechnique sowie der École des Ponts et Chaussées in Paris. Er beobachtete , dass bei konstantem Druck das Volumen eines Gases proportional mit der Temperatur wächst und publizierte dies 1802 im später nach ihm benannte Gay-Lussacschen Gesetz. Am 16. September 1804 stieg Gay-Lussac allein im offenen Ballonkorb und ohne Sauerstoffvorrat in die Höhe von 7000 Metern auf. Dabei bestätigte er die Behauptung Humboldts, dass sich die Intensität des Erdmagnetfeldes mit zunehmener Höhe nicht verändert. Er hatte von seinem Aufstieg Luftproben mitgebracht, die er gemeinsam mit Humboldt eudiometrisch untersuchte. Dabei wurde deutlich, dass sich die Luftzusammensetzung mit zunehmender Höhe nicht verändert. Auf der Suche nach immer besseren Bestimmungen des Sauerstoffgehaltes der Luft stellten beide gemeinsam fest, dass genaue Werte nur mit einem Knallgas-Eudiometer zu erhalten wären, und sie ermittelten 1805 den noch heute gültigen Wert für den Anteil des Sauerstoffs in der Luft. 1806 wurde er Mitglied der Academie des sciences in Paris. 1807 fand er den Zusammenhang zwischen der Dichte und der spezifischen Wärme von Gasen. Ab 1808 war er Professor für Physik an der Sorbonne, ab 1809 auch für Chemie an der École Polytechnique. 1808 entdeckte er das Element Bor und fand 1813 Jodwasserstoff und Kaliumjodid. 1819 entdeckte er Natrium- und Kaliumamid. Im gleiche Jahr stellte er aus Cellulose Traubenzucker (Glucose) her. Er machte sich auch um die Entwicklung maßanalytischer Bestimmungsverfahren verdient, z.B. Chlorimetrie 1824, Alkalimetrie 1828 und Argentometrie 1832. 1835 führte er den Gay-Lussac-Turm zur Absorption nitroser Gase ein.
Er verstarb am 9.Mai 1850 in Paris
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