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Christiaan Huygens (1629 - 1695)

niederländischer Mathematiker und Naturforscher
Am 14. April 1629 wurde Christiaan Huygens in Den Haag geboren
Zunächst studierte Huygens Jurisprudenz in Leiden, wandte sich dann aber der Mathematik und den Naturwissenschaften zu. Er entdeckte 1655 den Saturnmond Titan. Gleichzeitig untersuchte er die Saturnringe, die noch aus der Zeit Galileis ein Rätsel bildeten. Huygens erkannte deren wahre Natur 1656. Im gleichen Jahr beobachtete er den Orionnebel und löste die innere Region des Nebels in Einzelsterne auf. Der hellste Teil des Nebels wird nach ihm Huygenssche Region genannt. Er entdeckte mehrere interstellare Nebel und einige Doppelsterne. Außerdem ließ er eine große Anzahl von Pendeluhren bauen und entwickelte Uhren auf Basis von Spiralfedern bzw. Zykloidenpendel, welche eine genaue Zeitmessung ermöglichten und damit auf See zur genaueren Bestimmung des Längengrades dienen konnten. Seine Konstruktionen beschrieb er im Jahre 1658 in dem Buch "Horologium. Angeregt durch Pascal schrieb Huygens 1657 die erste Darstellung der Wahrscheinlichkeitsrechnung. 1660 bereiste er England und wurde 1663 in die Royal Society gewählt. Im Jahre 1666 erhielt er einen Ruf an die neugegründete Académie Royale des Sciences in Paris. Hier führte er auch astronomische Beobachtungen an der 1672 fertiggestellten Pariser Sternwarte durch. Nach einer schweren Krankheit kehrte er 1681 nach Den Haag zum Familiensitz Hofwijck zurück, wo er am 8. Juni 1695 verstarb.
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