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Gustave Gaspard de Coriolis (1792- 1843)
französischer Physiker
Der französische Mathematiker Gaspard-Gustave de Coriolis wurde am 21.5.1792 in Nancy geboren und besuchte die dortige Schule. Er nahm 1808 an der Aufnahmeprüfung für das Ecole Polytechnique teil und wurde Zweiter dieses Jahrganges. Nachdem sein Vater gestorben war und Coriolis die Familie unterstützen musste, entschied er sich 1816 eine Stelle als Tutor in Analysis und Mechanik an der Ecole Polytechnique anzunehmen. Später setzte er seine Forschungen an der Ecole des Ponts et Chaussées fort. Coriolis hatte große Begabung, aber sein gesundheitlicher Zustand hinderte ihn daran, seinem Ehrgeiz gerecht zu werden. Er war ein erfolgreicher Lehrer und zusammen mit General Poncelet ein Vorreiter bei der Verbesserung der Lehrmethoden in der Mechanik. Zusätzlich zu seinem großen Engagement als Lehrer bewältigte er gleichzeitig Forschungen in theoretischer und angewandter Mechanik. Er entdeckte die nach ihm benannte Corioliskraft. Coriolis ist der Verfasser des Buches ,,Calcul de l'effet des machines" (1829), welches 1844 mit dem Titel ,,Traité de la mécanique des corps solides" neu aufgelegt wurde. Sein zweites Buch ,,Théorie mathématique du jeu billard" erschien 1835. Außerdem veröffentlichte er mehrere Artikel in ,,Dictionnaire de l'industrie". 1836 wurde er Mitglied der Académie des Sciences und 1838 Nachfolger von Dulong als Direktor an der Ecole Polytechnique.
Am 19.9.1843 starb Coriolis in Paris.
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