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Vorlesungsbetrieb Experimentalphysik

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Sir William Henry Bragg (1862 - 1945)

britischer Physiker

William Lawrence Bragg (1890 - 1971)

britischer Physiker

Sir William Henry Bragg wurde am 2. Juli 1862 in Westward, Cumberland geboren. Er wurde 1886 Professor für Mathematik in Adelaide und 1909 in Leeds. 1915 erhielt er einen Ruf als Professor für Physik an das University College in London. 1923 wurde er zum Direktor der Royal Institution ernannt. Von 1835 bis 1840 war er Präsident der Royal Society. Er verstarb am 12. März 1942 in London.

Der Sohn des bekannten Physikers Sir William Henry Bragg wurde in Adelaide geboren. Ab 1914 war er Dozent am Trinity College in Cambridge. Ab 1917 lehrte er als Professor in Manchester, bevor er 1938 Direktor der National Physical Laboratories wurde. 1939 erhielt er eine Professur für Experimentalphysik in Cambridge. Von 1942 bis 1947 war er Mitglied des Privy-Council Commitee Scientific and Industrial Research. 1954 erhielt er eine Professur für Naturphilosophie am Royal Institution in London und wurde Direktor des dortigen Institutslabors. Er war der erste australische Patient, dessen Fraktur geröntgt wurde. Er verstarb am 1. Juli in Ipswich.

Sir William Henry Bragg und sein Sohn, Sir William Lawrence Bragg, teilten sich 1915 den Nobelpreis für Physik und waren damit das einzige "Vater-Sohn-Team", das je den Nobelpreis errang. Sie entwickelten ein vereinfachtes Verfahren zur Bestimmung der Wellenlänge von Röntgenstrahlen auf kristallographischer Grundlage (Drehkristallmethode). Damit wurde es zugleich möglich, die bis dahin unbekannte Kristallstruktur von zahlreichen anorganischen Substanzen wie beispielsweise Steinsalz oder Diamant, darzustellen. Die beiden Wissenschaftler teilten sich auch andere Auszeichnungen, die sie für ihre Untersuchungen der Kristallstruktur durch Messung der Röntgenbeugung erhielten.

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