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Albertus Magnus (1193- 1280)
(Der heilige Albert der Große)

deutscher universell gebildeter Lehrer
Der Doctor universalis (universell gebildeter Lehrer) genannte Naturforscher, Philosoph und Theologe, der sich selbst Bruder Albert von Lauingen nannte, wurde vor 1200 wahrscheinlich 1193 im schwäbischen Lauingen an der Donau geboren und stammte vermutlich aus dem Geschlecht der Grafen von Bollstädt, einer staufischen Ministerialenfamilie. 1222 hielt er sich zum Studium an der Universität Padua auf. Hier trat er 1225 in den Dominikanerorden ein. Nach dem Noviziat und der Priesterweihe wirkte Bruder Albert in verschiedenen Niederlassungen des Ordens als Lehrer der Philosophie und der Theologie. 1245 erwarb er an der Pariser Universität den Magistergrad, drei Jahre später übernahm er die Leitung der Ordenshochschule in Köln, bis ihn der Papst (1260-62) zum Bischof von Regensburg ernannte. In den folgenden Jahren finden wir ihn in Straßburg, Mecklenburg, Basel, Mühlhausen und Colmaar. 1272 lebte er wieder in Köln und nahm 1274 am Konzil in Lyon teil. In den letzten Jahren seines langen Lebens bereitete er sich in seiner Mönchszelle in Köln auf den Tod vor. Neben der Theologie und der Philosophie, mit der Albert den Aristotelismus in die kirchliche Lehre einschmolz, bearbeitete er die Botanik, Zoologie, Physik, Chemie, Geographie und Mineralogie. Ziel des Albertus Magnus war es, seiner Zeit eine Gesamtschau der Schöpfung Gottes zu bieten. Sein Wissen auf den Gebieten der Mathematik, Geographie und Astronomie war so umfassend und der Zeit voraus, dass Berechnungen von ihm als Grundlage verwendet wurden, als ein Gremium am Hofe von König Ferdinand von Spanien 250 Jahre später die Erfolgsaussichten für die Vorhaben von Christoph Columbus abschätzen sollte. Seine Kenntnisse ließen ihn in den Ruf eines Magiers kommen und für das einfache Volk zu einer legendären Gestalt werden. Der Universalgelehrte starb am 15. November 1280 in Köln. In seiner Geburtsstadt wird der hl. Albertus schon lange verehrt, seit 1631 feiert man in Lauingen das Albertusfest. Zum 600. Todestag ließ die Stadt durch Ferdinand von Miller aus München auf dem Marktplatz ein Bronzedenkmal errichten. Im St. Martinsmünster wird eine Reliquie des Heiligen aufbewahrt und verehrt.1622 sprach Papst Gregor XV. den großen, frommen Gelehrten selig und am 16. Dezember 1931 wurde er zum Kirchenlehrer erhoben und heiliggesprochen. Er gilt seither als Schutzpatron der Naturwissenschaften.
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